Arbeitslos, was nun???

  • Hallo,


    ich bin 22 Jahre und habe am 01.08.2006 meine Ausbildung zur Bürokauffrau begonnen. Habe aber zum 01.05.2008 in eine andere wesentlich kleinere Firma gewechselt. Diese hat mich nun in der Probezeit gekündigt, da diese Insolvenz anmelden muss. Meine Ausbildung wäre eigentlich Ende Februar 2009 zu Ende. Doch nun stehe ich quasi auf der Straße und bin total verzweifelt. Hab schon mit der IHK telefoniert, aber die können mir nicht weiterhelfen.


    Habe schon an die ARGE eine Email geschrieben, wie ich mich nun zu verhalten habe bzw. welche Unterlagen benötigt werden.
    Mir wurde leider nur mitgeteilt, dass ich ALG II beantragen müsse und bezüglich der Öffnungszeiten telefonische Rücksprache halten soll und mich halt da melden solle.


    Nun ist es so....Ich wohne seit Dez.2007 mit meinem Freund in einer eigenen Wohnung, bin aber immernoch bei meinen Eltern gemeldet (hat verschiedene Gründe). Ich habe aber im I-net gelesen, dass wenn man U25 ist, kein Recht auf eine eigene Wohnung hat.
    Des weiteren, wenn ich mich nun ummelden würde, dann würde ich lt. einem ALGII Geld-Rechner im Inet keinen Cent bekommen, da mein Freund zu viel verdient.


    Ich blicke da überhaupt nicht mehr durch...:confused: :confused:
    Kann mir vielleicht jemand helfen??????


    LG

  • Hallo Linie 1285!


    Vom Gesetz her lebst Du noch bei den Eltern, weil dort gemeldet! Wann und warum Du Dich bei Deinem Freund in der Wohnung aufhältst, sollte die ARGE nicht interessieren!


    Du hast während der Ausbildung das Unternehmen gewechselt, für Konkursunternehmen gilt das die Mitarbeiter zunächst Konkursausfallsgeld beantragen können damit sie nicht gänzlich ohne Geld da stehen.


    Die IHK ist im Grunde jetzt in der Pflicht nach einem Ersatzbetrieb für Dich zu suchen, in dem Du die restliche Ausbildungszeit absolvieren kannst, denn nicht nur der Betrieb und Du seit den Ausbildungsvertrag eingegangen sondern auch die IHK durch die Prüfung diese Vertrages, Du solltest da energisch am Ball bleiben. Es gibt in jedem bereich soetwas wie Innungsmeister und Innungsobermeister, die zudem meist einen eigenen Betrieb führen und bisweilen Auszubildende die in anderen Betrieben Schwierigkeiten haben übernehmen und zur Abschlussprüfung führen, es sind zudem meist langjährig ansässige Betriebe, also mit gesicherter Struktur!


    Vielleicht lässt sich in Deinem Fall sogar eine Verkürzung der Lehrzeit oder e ne vorgezogene Prüfung durchsetzen!


    Auch das Arbeitsamt solltest Du diesbezüglich in die Pflicht nehmen!



    Gruß

  • Hallo Horst,


    erstmal vielen lieben Dank für deine Antwort.


    Das 1. was ich gemacht habe, war das ich bei der IHK angerufen habe. Diese konnte mir jedoch nicht groß weiterhelfen, da mir mein Unternehmen noch in der Probezeit gekündigt hat und selbst die IHK da "machtlos" ist....
    Auch bei meinem Wechsel damals konnte mir die IHK nicht weiterhelfen, sondern habe alles alleine gemacht. Die IHK hat immer nur auf ihre Internetseite verwiesen, wo man sich bei der Lehrstellenbörse erkundigen sollte, das wars.


    Also das heißt quasi, ich sollte bei meinen Eltern gemeldet bleiben (obwohl ich ja eine Wohnung mit meinem Freund zusammen habe und auch Miete zahle etc)? Zur Erklärung, der Vermieter unserer Wohnung ist der Vater meines Freundes.
    Bekomme ich denn auch ALG wenn ich noch bei meinen Eltern gemeldet bleibe, weil im Inet habe ich nachgelesen, dass meine Eltern bis zu meinem 25.Lebensjahr quasi für mich zu sorgen haben??!!
    Ach ich bin total verwirrt...


    Habe auch schon überall geschaut, ob ich übergangsweise wo arbeiten kann. Auch bei verschiedenen Ausbildungsbetrieben habe ich an geklopft und gefragt, ob sie mich nicht bis zum Feb noch zu Ende ausbilden würden, aber da war auch nichts zu machen, zumal weil bei vielen ja am 01.08 schon wieder die neuen Ausbilsungen beginnen und die somit keinen "Platz" mehr haben..


    Alles etwas blöd und ich bin durch die verschiedenen Aussagen aus dem Internet sehr verwirrt.


    LG, Line